Ergotherapie mit dem Schwerpunkt Aufmerksamkeits- und Konzentrationstraining:
Durchführung eines Erstgespräches (Anamnese)

Im Vordergrund steht die Prüfung der Selbständigkeit des Kindes. Hierbei liegt das Augenmerk besonders auf den Anforderungen in der Schule und bei den Hausaufgaben. Strukturen und Ordnung im Alltag des Kindes sowie sein Verhalten in der konkreten Situation in der Praxis.

Bei Bedarf werden zudem Gespräche mit den Lehrern bzw. Betreuern geführt.

Testung zur visuellen Wahrnehmung (z.B.: FEW-2/DTVP-2) und andere Testungen bzw. Verfahren um das Konzentrationsvermögen sowie  Arbeits- und Verhaltensweisen des Kindes festzustellen,  kommen zum Einsatz.

Den Eltern / Erziehungsberechtigten werden immer der lösungs- und ressourcenorientierte Therapieplan sowie das Verfahren zur Selbsteinschätzung des Kindes und die Zielformulierung für das Konzentrationstraining dargestellt.

Anwendung/ Inhalt der ergotherapeutischen Behandlung:

Das  Aufmerksamkeits- und Konzentrationstraining  nach Lauth & Schlottke findet für die Altersstufe der 7 - 9 Jährigen seine Anwendung: Schwerpunkt des Trainings ist das Erlernen und Beüben eines konzentrierten Zuhörens und des genauen Hinschauens um Wahrgenommenes  wiedergeben zu können. Daraus resultiert auch eine Verbesserung der Impulskontrolle des Kindes.
Die Altersstufe der  10 - 15 Jährigen lernen nach Claus Jacobs und Petermann, dem Attentioner, ihre Aufmerksamkeit besser zu fokussieren und zu steuern, ihre Reaktionsimpulse zu hemmen um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und ihre Umgebungsreize besser filtern oder ignorieren zu können.
Das Marburger Konzentrationstraining ist für Kindergarten und Vorschule entwickelt worden und zielt somit auf die 5 - 6 Jährigen aber auch Schulkinder im Alter von  9 - 14 Jahren ab;  Krowatschek/MKT ist ein verhaltenstherapeutisches Training. Grundlegende Arbeitstechniken für den Schul- und den  Hausaufgabenalltag, Entspannungstechniken, positive Verstärkung zur Verbesserung der Selbsteinschätzung und Selbstkontrolle werden trainiert.

In allen Konzepten kommt unser systemischer Ansatz maßgeblich zum Tragen. Das bedeutet für unsere Patienten vor allem, dass wir in regem Austausch über den Alltag des Kindes stehen und wir gemeinsam nach Lösungen und Therapiewegen suchen, die auch realisiert werden können.
Schwerpunkt und Ziel jeder Therapie ist immer die langfristige Implementierung der Therapieerfolge und Lerninhalte in den Alltag des Kindes bzw. der Familie.

Regelmäßig werden daher auch im laufenden Therapieprozess Reflektionsgespräche mit den Familien geführt.